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Skydive Stendal – eingetragener Verein seit 23.01.2001

Doch wie diese alten Postkarten aus den Jahren 1939 und 1941 belegen, wurd in Stendal schon lange vor unserer Vereinsgründung gesprungen.

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Das Fallschirmspringen ist Abenteuer und Faszination zugleich. Viele reizt der Sprung mit einem Fallschirm, aber nur wenige wagen es tatsächlich. Der Fallschirm ist die älteste Form eines Fluggerätes. Als Erfinder gilt Leonardo da Vinci, der 1495 eine Holz- und Stoffkonstruktion aufs Papier brachte, mit der nach seinen Berechnungen Menschen hätten springen können. Der erste offizielle Fallschirmsprung wurde von dem Franzosen André Jasques Garnerin am 22.10.1797 aus einem Ballon ausgeführt.

Der deutschen Fallschirmsprungpionierin Käthe Paulus gelang 1890 eine wichtige Entwicklung: Sie faltete die Schirme zusammen und verstaute sie samt Fangleinen in einen Verpackungssack. Durch ein Sollbruchband wurde beim Absprung der Verpackungssack aufgerissen und der Schirm freigegeben. Dieses Verpackungsprinzip findet heute noch Anwendung.

In manchen Ländern wurde der militärische Nutzen frühzeitig erkannt. Schon 1930 wurden zum ersten Mal Fallschirmjäger in einem sowjetischen Manöver erfolgreich eingesetzt. Das veranlasste die sowjetische Führung, einen umfangreichen Ausbau dieser Waffengattung. Anläßlich der sowjetischen Manöver 1935 in der Ukraine wurden Fallschirmsprünge größerer Verbände demonstriert. Militärattaches anderer Nationen konnten die Landung tausender Fallschirmjäger beobachten. Auch der deutsche militärische Beobachter hatte dieses sensationelle Manöver aus der Luft mit angesehen und nach Berlin gemeldet. Dort hatte man seit einiger Zeit ebenfalls die Ausbildung von Fallschirmtruppen ins Auge gefasst.

Im Oktober 1935 meldeten sich 600 Angehörige des Luftwaffenregiments „General Göhring“ freiwillig zum 1.Fallschirmjäger-Bataillon,das als Standort den Flugplatz in Stendal zugewiesen bekam, den man als Geburtsort des deutschen Fallschirmsprungs bezeichnen kann. Dort befand sich dann auch die Fallschirmsprungschule, in der die ersten Freiwilligen ausgebildetwurden. Zwei Jahre später wurde der Platz weiter ausgebaut und das zweite Transportgeschwader mit über 50 dreimotorigen Junkers (Ju-52) stationiert. Die Stendaler Fallschirmjäger kämpften an vielen Kriegsschauplätzen des 2.Weltkrieges wie Kreta, Afrika, Sizilien usw.

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Bis heute hat das Fallschirmspringen im militärischen Bereich einen festen Platz. Diebezüglich kommt dem Stendaler Flugplatz seit dem Kriegsende keine Bedeutung zu. Die sowjetische Armee, die ihn nutzte, stationierte Düsenjäger und seit 1974 Hubschrauber. 1954 baute die Rote Armee den Platz mit einer Betonpiste aus. Durch die Wiedervereinigung Deutschlands und den Abzug der russischen Truppen ist es möglich geworden, den Flugplatz zu zivilen und sportlichen Aktivitäten zu nutzen.

Nachdem er vom Braunschweiger „ FC 100 e.V.“ für den Fallschirmsport entdeckt und genutzt wurde, gründete sich mit deren anfänglicher Unterstützung am 23.02.2001 ein eigener Stendaler Verein – der „Skydive Stendal e.V.“

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